Bericht zum Kongress des Forum Assessment in Potsdam im Dezember 2022

Am 01.-02. Dezember 2022 fand der Kongress des Forum Assessment in Potsdam statt. Ich war bereits 2008 schon einmal Teilnehmer einer solchen Veranstaltung in Potsdam, damals hatte der Verein noch den Namen „Arbeitskreis Assessment Center“.

Der Kongress findet seit dem Ende der siebziger Jahre nur alle vier Jahre statt und ist prominent besetzt: Professoren wie Stefan Höft, Martin Kersting oder Martin Kleinmann, Personalentwickler*innen großer und kleiner Unternehmen wie der Bahn oder der DEVK und Beratungsunternehmen wie  oder ich mit meiner „business.rollenspiel.agentur“. Wie schon damals stellten Experten aus Wissenschaft und Praxis interessante Neuerungen und Trends vor und es gab viel fachlichen Austausch. Die Stimmung war jedoch noch einmal deutlich familiärer und freudvoller – vielen Dank an die fantastische Arbeit des Organisationsteams.

Der Verein bietet auch außerhalb von Kongressen ein Forum zum kollegialen Austausch sowie zur gemeinsamen Arbeit. In selbstgesteuerten Projektgruppen bearbeiten die Mitglieder aktuelle Praxisthemen, analysieren Trends, entwickeln neue Lösungen und formulieren praxisnahe Qualitätsstandards und Fachbeiträge. Wenn es 2023 eine Gruppe mit einem ansprechenden Thema geben sollte, werde ich mich dort engagieren. Ich würde ja gern das Thema „Erfassung kreativer Potenziale“ im Rahmen von Interviews und Simulationen mit den Fachkollegen bearbeiten.

Der Kongress nahm schwerpunktmäßig das Thema Künstliche Intelligenz in der Personaldiagnostik auf und es gab spannende Keynotes und Vorträge zu diesem Thema. Kathrin Sünderhauf von der Deutschen Bahn wies auf die jetzt schon hohe Relevanz der KI im Bewerbermanagement hin. Alle waren sich einig: Künstliche Intelligenz macht schon bestehende Biases in den Auswahlentscheidungen und Vorurteile sehr deutlich. Dr. Markus Langer entzauberte den aufgeladenen Begriff KI mit einer Einordnung in bekannte psychologische Analysemethoden.

Digitale ACs haben bei allen Beteiligten Ihren Einzug gehalten. Anbieter wie Applysia oder Äon boten einen Einblick in ihr Angebot. Die Gestaltung digitaler Simulationen wurde diskutiert und es gab Tipps zum Einsatz automatisierter Postkorbaufgaben.

Aber auch die Forscher hatten Interessantes im Gepäck. Die Meta-Analyse von Schmidt und Hunter von 1998 wurde neu beleuchtet. Prof. Stumpf stellte seine systematische Erarbeitung eines Anforderungsprofile für die agilen Rollen Scrum Master und Product Owner vor und die Ergebnisse der Projektgruppen waren natürlich auch spannend.  

Ich persönlich fand die Diskussionen mit den Teilnehmer*innen am hilfreichesten. Das Gehörte für sich und seine eigenen Anwendungsfelder herunterzubrechen macht schon Spaß und es ist auch völlig klar, dass man da zu unterschiedlichen Fazits kommen kann.             

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